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Die Überwindung der Uberisierung durch Wissensasymmetrie und kognitive Rente



Sébastien Bourbon

Geschäftsführender Gesellschafter IFIC Groupe Immobilier, Sachverständiger beim Berufungsgericht von Lyon.

Doktor DBA, Business Science Institute

(DBA-Dissertation, betreut von Prof. Denis)

 

Einleitung


Kann der Immobilienmakler verschwinden? Wie kann die Immobilienvermittlung im digitalen Zeitalter neu überdacht werden? Welches Organisations- und Managementdesign sollte man in Betracht ziehen, um dieser Herausforderung zu begegnen? All dies sind strategische Fragen, auf die der Manager eines Immobilienmaklers Antworten finden muss.



Auswirkung(en) der Forschung: Wichtigste Ergebnisse


Neben einer Modellierung der Funktionsweise des heutigen Marktes für neue Immobilien schlage ich vor, die Positionierung des Immobilienmaklers nicht als Folge einer Informationsasymmetrie zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage zu verstehen, sondern als Folge einer Wissensasymmetrie. Der Immobilienmakler bezieht seine Legitimität vor allem aus dem Besitz von implizitem Wissen, das nicht mithilfe digitaler Werkzeuge zugänglich ist.


Ich habe auch ein Instrument zur Bewertung der Wissensasymmetrie entwickelt, das es ermöglicht, die Wissensasymmetrie zu identifizieren und zu messen, den Makler entsprechend der identifizierten Asymmetrie innerhalb einer Konfigurationstabelle zu positionieren, und das Ganze unter Einbeziehung von Maßnahmen des Wissensmanagements der Agentur. Derzeit werbe ich für das Tool und das Konzept der kognitiven Rente - insbesondere durch die Verbreitung meiner jüngsten Veröffentlichungen - bei großen Strukturen in meinem Sektor, um eine Umsetzung in größerem Maßstab zu ermöglichen. Einige Akteure haben bereits großes Interesse an diesem Ansatz gezeigt.


Schließlich hinterfragt mein DBA die Agenturtheorie von Jensen und Meckling im Hinblick auf die aktuelle Realität der Arbeit von Immobilienmaklern neu. In einer kürzlich erschienenen Veröffentlichung räumt Mickael Jensen selbst die Notwendigkeit ein, seine Theorie zu aktualisieren. Seiner Meinung nach kann die durch die Digitalisierung erhöhte Informationstransparenz die Informationsrente nicht mehr aufrechterhalten. Einer meiner Vorschläge ist, die Informationsrente durch das Konzept der kognitiven Rente zu ersetzen, definiert als "immaterielles Kapital, das durch die Anhäufung, Umwandlung und Schaffung von implizitem und explizitem Wissen gebildet wird, das einen Wettbewerbsvorteil auf einem bestimmten Markt und/oder eine günstige Position in einer Beziehung mit einem Gesprächspartner verschafft".



Grundlagen der Forschung


Die Überlegungen zu meiner Arbeit drehen sich um den Begriff der Informationsasymmetrie auf einem Markt, der einen Vermittler, d. h. einen Immobilienmakler, einsetzt.

Meine Vorrecherchen haben mich dazu gebracht, die Agenturtheorie von Jensen und Meckling (1976) zu wählen. Sie bietet eine interessante Lesart der Legitimität des Vermittlers auf einem Markt mit starker Informationsasymmetrie. Diese Theorie ermöglicht es zu verstehen, dass der Vermittler in einer Situation notwendig wird, in der ein Informationsungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage besteht. Eine der beiden Parteien, der sogenannte "Prinzipal", wird dann einen moralischen und/oder rechtlichen Vertrag mit dem Agenten schließen. Sie überträgt ihm dann die Entscheidung, auf dem Markt zu handeln, da sie nicht über ausreichende Informationen verfügt, um dies selbst zu tun.



Methodologie


Der methodische Rahmen beruht auf einer Interventionsforschung, wobei das Ziel darin bestand, mit dem untersuchten Feld Wissen zu koproduzieren und ein Instrument zu konstruieren, das darauf abzielt, Wissensasymmetrien zu identifizieren und zu nutzen. Es wurden 42 Interviews mit Akteuren des Marktes für neue Immobilien geführt und anschließend mit der Software Sphinx™ analysiert.

Anschließend fand eine erste Phase der Umsetzung des Tools in meinem Unternehmen, IFIC Groupe Immobilier, statt, um es nach Rückmeldungen aus der Praxis zu verbessern und die Auswirkungen auf das Management zu bewerten.



Um weiter zu gehen...


  • Vaincreating Uberisation by Knowledge Asymmetrics and Cognitive Rent, EMS Publishing, 2020.

  • "The cognitive rent, a strategic weapon to overcome the uberisation", Artikel gemeinsam mit Jean-Philippe Denis, erschienen in The Conversation France, 6. Januar 2020.

  • "Cognitive rent, a safe haven in times of crisis", erschienen in Management & Data Science, 12. Mai 2020.

  • "Du bon usage de la rente cognitive en temps de crise", Kapitel erschienen in dem von Michel Kalika koordinierten Buch L'impact de la crise sur le management, EMS-Verlag, 2020.

  • "Der DBA-Preis: Die Positionierung des Immobilienmaklers auf dem Markt für Neubauten", Video Xerfi Canal.

  • Exploring cognitive rent :a strategy for countering algorithms, Management&Data Science, vol.5, n°1.




Artikel aus dem Französischen übersetzt mit https://www.deepl.com/translator


 

Siehe auch...


Die Videopräsentation des Artikels von Sébastien Bourbon







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